Der andere Kanal




Möglicherweise können aus heutiger Sicht einige wenige Publikationen aus den 90ern zusätzlich dabei helfen, das eine oder andere besser einzuordnen und zu verstehen; damit etwas zu akzeptieren, was passierte, um genau das endgültig loslassen und den Blick wieder nach vorn einnehmen zu dürfen.


Während der langen Featurenacht 2002 | l.i.B: Helmut Kopetzky | r.i.B.: Wolfgang Bauernfeind | Foto: © Elisabeth Heller

Zitat: Helmut Kopetzky:

"Ich habe eine Sendung darüber gemacht, wie der DDR-Rundfunk im Nullkommanix aufgelöst wurde. Das Ende war vielleicht unvermeidbar, aber menschlich war das eine große Tragödie."

Zitat einer Zeitzeugin aus dem Feature "Der andere Kanal":

"Da ist den Leuten überhaupt keine Chance gegeben wurden. Sondern eigentlich sind sie gebrochen worden - stärker als vorher. Also eigentlich ist ihnen nicht nur das Rückgrat, sondern auch das Genick mit gebrochen worden."

Ergänzend zum Foto : Vorschau auf die "Lange Nacht" | Weblink zu einem Archivbeitrag von 2002 im Tagesspiegel

Feature-Autor Wolfgang Bauernfeind hat mit vielen Zeitzeugen gesprochen und die einschlägige Archive gesichtet. Entstanden ist eine spannend zu lesende und reich bebilderte Chronik, in der sich die Geschichte des Rundfunks in Deutschland spiegelt und in der auch die Geschichte des DDR-Rundfunks mit bedacht wird. Beispielsweise im Kapitel "Die rote Insel" (S. 71) als auch im Kapitel "Wege zur Einheit" (S. 129), in dem sich Wolfgang Bauernfeind auch zur Abwicklung der elektronischen Medien der DDR äußert. Zum Erstaunen - sicher nicht nur mancher ehemaliger Rundfunkmitarbeiter*innen - ist dort nachzulesen, wer der eigentliche Impulsgeber der "Einrichtung nach Artikel 36 des Einigungsvertrags" war.

Beide Kapitel sind auch als Podcast auf der Website des RBB vom Feature-Autor Wolfgang Bauernfeind zu hören: Die rote Insel | Wege zur Einheit | Quelle

In einem persönlichen Interview mit Günther von Lojewski - 1989 bis 1997 Intendant des Senders Freies Berlin - bestätigt sich diese Annahme tatsächlich in einem nachzuhörenden Podcast vom Medienmagazin vom 04.10.2015 ab Minute 12:28:

Website von Jörg Wagner | Jörg Wagner - ehemals bei DT64 tätig

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